rabenschwarz Kaffee

Gibt es große Geschmacksunterschiede bei den Kaffeesorten?

Die Botanik kennt rund 500 Arten der Coffea Pflanzenfamilie, wobei nur etwa 90 dieser Gattungen auch tatsächlich für die Herstellung von Kaffee verwendet werden. Da jede einzelne Art eine eigene Kaffeesorte hervorbringt, existiert auf dem heutigen Weltkaffeemarkt eine riesige Auswahl. Doch selbst als passionierter Kaffeetrinker werden Sie hiervon wiederum nur einen kleinen Bruchteil überhaupt kennen, da die meisten Kaffeesorten recht selten und zudem noch äußerst teuer sind.

Neben der Röstung ist also auch die Kaffeesorte für den Geschmack entscheidend, da Kaffee nicht gleich Kaffee ist. Trotz des recht unterschiedlichen Geschmacks verbindet alle Kaffeesorten ihr Ursprung, denn sie stammen aus den tropischen Zonen Madagaskars, Afrikas und der Maskarenen. Bis heute gilt der nach wie vor äußerst populäre Arabica-Kaffee als älteste Form der Coffea Pflanze und somit auch als Vorgänger aller heute erhältlichen Kaffeesorten.

Der Arabica-Kaffee stellt bis heute einen der hochwertigsten Kaffeesorten überhaupt dar, dessen Qualität unübertrefflich ist. Das charakteristische Aroma der Arabica-Bohnen verleiht insbesondere Espressokaffee einen ganz besonderen Geschmack. Da die Coffea Arabica Pflanze hohe Ansprüche an ihre Umgebung stellt und zudem recht empfindlich auf Witterungsschwankungen reagiert, erweist sich der Anbau von Arabica-Kaffee häufig als schwierig. Dies schlägt sich selbstverständlich auch im Preis nieder, sodass ein aus 100 Prozent Arabica-Bohnen bestehender Kaffee im oberen Preissegment anzusiedeln ist.

Der Robusta-Kaffee zählt ebenfalls zu den populärsten Sorten auf dem Weltkaffeemarkt und wird hauptsächlich in Südostasien, sowie dem westlichen Afrika angebaut. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Robustheit, der sie auch ihren Namen verdankt, eignet sich diese Kaffeesorte hervorragend für die Massenproduktion. Daraus ergibt sich ein weitaus günstigerer Preis, der den deutlichen Qualitätsunterschied zum Arabica-Kaffee ausgleicht. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass diese widerstandsfähige Sorte bisweilen ein Drittel der globalen Kaffeeproduktion ausmacht.

Bei der Excelsa-Bohne handelt es sich um eine echte Seltenheit in der Welt des Kaffees, denn die Sorte Coffea Excelsa wurde erst im Jahre 1904 am westafrikanischen Tschadsee entdeckt. Da die Reifung der Samen über 12 Monate in Anspruch nimmt, wird diese Kaffeesorte trotz ihres einzigartigen Geschmacks nur sehr selten angebaut. Wenn Sie diesen aromatischen und geschmackvollen Kaffee jedoch erst einmal probiert haben, werden Sie ihn zu schätzen wissen und sich mit Sicherheit hin und wieder diese Delikatesse gönnen.

Die wohl außergewöhnlichste Kaffeesorte bildet aber zweifelsohne der Kopi Luwak. Dieser kann ausschließlich mithilfe eines Fleckenmusangs gewonnen werden, wodurch sich der extrem hohe Preis erklären lässt. Hierzu muss diese Schleichkatze die Kerne der roten Kaffeekirschen unverdaut ausscheiden, weil diese die Grundlage für den Kopi Luwak darstellen. Im Gegensatz zu anderen Kaffeesorten kann dieser also nicht auf Plantagen angebaut werden, sodass sich die Produktion dieser Rarität häufig sehr schwierig gestaltet.

Durch eine Art Nassfermentierung im Verdauungstrakt des Fleckenmusangs erhält der extrem seltene Kopi Luwak seinen unvergleichlichen Geschmack, der ihn zu einer wahren Delikatesse macht.

Der Weltkaffeemarkt hält somit eine enorme Vielzahl an Kaffeesorten bereit und sorgt selbst bei passionierten Kaffeetrinkern immer wieder für Überraschungen. Wenn Sie also einen Vollautomaten besitzen und die Abwechslung lieben, sollten Sie auch einmal zu einer Ihnen noch unbekannten Kaffeesorte greifen und das volle Aroma so täglich neu erleben.

Wie Kaffee geröstet wird, finden Sie hier und dort erfahren Sie, welche Kaffeerezepte ein Vollautomat ermöglicht.