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Kaffeeröstereien veredeln Kaffeebohnen

Eine Kaffeebohne enthält rund 800 Aromen, die jede Tasse Kaffee zu einem wahren Geschmackserlebnis machen. Dieser einzigartige Geschmack entsteht jedoch erst durch die Röstung der Bohnen, denn ein simpler Aufguss der grünen Kaffeebohnen wäre vollkommen geschmacksneutral. Ebenso wie der Ursprung des Kaffees selbst liegt auch die Entdeckung des Röstverfahrens bis heute im Dunkeln.

Die Röstung der Kaffeebohnen findet stets in dem Land des Verbrauchs statt, um den Endkunden eine optimale Qualität gewährleisten zu können. Auf diese Weise können passionierte Kaffeetrinker ihr Lieblingsgetränk absolut frisch genießen. So entfaltet sich das feine Aroma bei der Zubereitung optimal und verspricht einen hervorragenden Geschmack.

Hierzulande übernehmen schon seit vielen Jahren überwiegend große Unternehmen, wie beispielsweise Tchibo oder Melitta, die Röstung des Kaffees. Darüber hinaus sind in Deutschland aber auch zahlreiche, kleinere Kaffeeröstereien ansässig, die die rohen Kaffeebohnen mit viel Liebe und Leidenschaft rösten.

Falls Sie bereits eine traditionelle Kaffeerösterei besucht haben, wissen Sie, dass es sich bei der Röstung des Rohkaffees um einen äußerst komplexen Vorgang handelt, der ein Höchstmaß an Präzision, fundiertes Fachwissen und jahrelange Erfahrung voraussetzt. Schließlich haben die Temperatur und die Röstzeit direkten Einfluss auf den Geschmack des produzierten Kaffees.

So rösten die Spanier und Italiener ihren Kaffee häufig nur zwei Minuten bei etwa 500°C und erhalten so einen recht bitteren Kaffee mit einem leicht süßlichen Aroma. Hierzulande wird eher ein milder Kaffee bevorzugt, der zwischen 15 und 18 Minuten bei 200 °C geröstet wird. Durch das langsamere und gleichzeitig auch weniger heiße Röstverfahren kann erreicht werden, dass der Kaffee weitaus weniger Bitterstoffe enthält.

Obwohl insgesamt fünf unterschiedliche Röstungen existieren, deren Einsatz im Wesentlichen von den nationalen Vorlieben des jeweiligen Landes abhängen, läuft der eigentliche Röstvorgang in allen Kaffeeröstereien gleich ab. So werden die noch rohen Kaffeebohnen in einen sogenannten Trommelröster gegeben und dort auf Temperatur gebracht. Ein solcher Trommelröster dreht sich während der gesamten Röstung in hoher Geschwindigkeit, sodass alle Bohnen gleichmäßig erhitzt werden.

Im Gegensatz zu einem modernen Trommelröster werden bei dem traditionelleren Bratpfannenprinzip die Bohnen nicht durch heiße Luft geröstet, sondern aufgrund des Kontakts mit einer heißen Metallfläche erhitzt. Insbesondere ältere Kaffeeröstereien verwenden heute noch diese Methode, die dem Anbraten in einer Pfanne tatsächlich sehr nahe kommt.

Trotz der einheitlichen Röstverfahren hat jede Kaffeerösterei natürlich ihre ganz eigene Technik, die ihrem Kaffee ein individuelles Aroma verleiht. Diese Röst- und Mischtechniken werden stets geheim gehalten, schließlich soll die Konkurrenz auf keinen Fall erfahren, welche Zusätze verwendet werden.

Viele Kaffeeröstereien mahlen die gerösteten Kaffeebohnen direkt ab Werk, verpacken das Pulver dann vakuumdicht und liefern es anschließend an den Einzelhandel aus. Wenn Sie aber einen Kaffeevollautomaten besitzen, sollten Sie unbedingt auf ganze Kaffeebohnen zurückgreifen.

Denn in einem Vollautomat werden die Kaffeebohnen erst unmittelbar vor der Zubereitung gemahlen, wodurch kein Aroma verloren geht. Mit einem solchen Gerät genießen Sie also höchsten Kaffeegenuss und sparen zudem noch bares Geld, denn in der Regel sind die gerösteten Bohnen deutlich günstiger als gemahlenes Kaffeepulver erhältlich.

Hier finden Sie die gebräuchlichsten Kaffeesorten.